Der Weg führt auch über Freiburg im Breisgau

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Wer heute das Verhältnis der Deutschen zum Iran jenseits der Politik analysieren will kommt an Freiburg im Breisgau nicht vorbei. Dies ist die einzige deutsche Stadt, welche seit der Jahrtausendwende eine offizielle Städtepartnerschaft in den Iran unterhält. Und es handelt sich um keine geringere Stadt als Isfahan, die Perle Persiens. Wobei, kürzlich ging eine zweite Partnerschaft an den Start, zwischen Shiraz und Weimar, beides Städte, welche stark von Dichtern und Literatur geprägt sind. Der Senat von Berlin dagegen hat eine Anfrage seitens der Stadt Tehran zurück gewiesen. Obwohl Isfahan in etwa 10 mal so groß ist als Freiburg passen diese Städte aufgrund ihrer historischen Bausubstanz und reichhaltigen Geschichte sehr gut zusammen. Die Partnerschaft wird jedenfalls von persischer Seite aktiv betrieben und unterstützt. Mit der aufkommenden Polemik um den ehemaligen Präsidenten Ahmadinedschad fuhr die Stadtverwaltung Freiburgs die offiziellen Kontakte aber immer weiter zurück, bis sie vor einigen Jahren völlig zum Erliegen kamen. Davon unberührt blieben aber bis heute die vielen persönlichen Kontakte und gegenseitigen Besuche. Obwohl es sich hier um die jüngste der vielen Städtepartnerschaften Freiburgs handelt ist sie nach wie vor eine der vitalsten, dies sehr zu Freude der iranischen Seite. In Freiburg kümmert sich extra ein zur Pflege der Freundschaft mit Isfahan gegründeter Verein um die Kontakte, was seitens der Stadt auch während der kritischen Jahre unter Ahmadinedschad gefördert wurde. Dieser Verein führt mehrmals jährlich Iranreisen für interessierte Bürger durch und setzt sich für den Kontakt und die Freundschaft zwischen den Menschen dieser Völker ein. Ob die Stadtverwaltung nun, nachdem Iran einen neuen Präsidenten hat welcher vielmehr den Ausgleich anstatt die verbale Provokation sucht, auch wieder die offiziellen Kontakte wieder beleben will oder wird ist derzeit leider nicht bekannt. Eine entsprechende Anfage wurde leider nicht beantwortet und die Internetseite der Stadt scheint derzeit, obwohl der Regierungswechsel nun schon viele Monate zurück liegt, noch immer nicht an die veränderte Situation angepasst. Allerdings berichtete die Badische Zeitung erst vor wenigen Tagen ganz aktuell das Oberbürgermeister Salomon in diesem Herbst eine Reise nach Isfahan plant.

Freiburg ist aber auch aus einem ganz praktischen Grund sehr wichtig. Dort liegt ein ganz einzigartiges Reisebüro, welches man so vielleicht kein zweites Mal im Land findet, aber sehr gut zum Image der Stadt passt. Der Name ist hier Programm: Gleisnost! Das Logo lautet „Reisen statt Fliegen“. Man ist Spezialist für Bahnreisen in so gut wie alle Länder Europas. Wer viele Länder per Bahn durchqueren will und aufgrund der Vielzahl an dabei zu nutzenden Bahngesellschaften sich nicht in die Tarifbedingungen jedes einzelnen Landes einarbeiten kann oder will, wer über die teilweise nur in bestimmten Ländern verfügbaren Sonderangebote informiert sein will, der braucht Gleisnost. Dort gibt es für jede Himmelsrichtung mindestens einen Experten. Für den Balkan und die Türkei ist dies der aus Ägypten stammenden Ahmed Ibrahim. Leider endet die Kompetenz von Gleisnost heute (noch) mit dem Erreichen der Türkei, die Länder dahinter sind eben nur eingeschränkt per Bahn zu erreichen und die Nachfrage an durchgehenden Bahnreisen aus Deutschland in so entfernt liegende Regionen ist wohl zu niedrig als das sich dies lohnen würde. Trotzdem ist Gleisnost ein Muß wenn man gut beraten durch die Länder Europas in den Händen der Schienengötter reisen möchte. Sollte ich Sie neugierig gemacht haben auf dieses doch so andere Reisebüro so finden Sie es zumindest virtuell hier (www.gleisnost.de).

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