Die wirklich unwirklichen Orte von Berlin

Warteraeume auf dem Bahnsteig-Potsdam Hbf verzagter Blick auf das Mehdornterminal, ohne zu wissen ob es dort je losgehen wird Unterfuehrung in Potsdam Hbf Potsdam Hbf - Endstation, bitte alle Aussteigen Joggen auf der Landebahn-Tempelhof IrakBotschaftDDR6 IrakBotschaftDDR5 IrakBotschaftDDR4 IrakBotschaftDDR3 IrakBotschaftDDR2 IrakBotschaftDDR1 Innenleben - Potsdam Hbf Flughafenbahnhof der DDR, noch immer einsatzfaehig Es geht ein Flug nach Nirgendwo-Flughafen Tempelhof Die Rueckfassade des Anhalter Bahnhofs-immerhin der Baum lebt die alte Fahrdienstleitung - Potsdam Hbf der alte Hauptbahnhof von Potsdam das weite Tempelhofer Feld-ein Traum der Kaninchen das Terminal von Schoenfeld, die DDR lebt, aber funktioniert auf dem Dach von Schoenfeld, ein Wunder, dieser Flughafen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Teufelsberg strahlt ein ganz besonderes Gefühl auf seine Besucher aus. Ein komisches. Ein unwirkliches. Aber er ist nicht der einzige unwirkliche Ort in und um Berlin. Und das Aufsuchen zumindest eines Teiles dieser Orte ist immer interessant und erinnert uns an unsere eigene Geschichte der letzten Jahrzehnte. Da ist zum Beispiel der Hauptbahnhof von Potsdam. Heute liegt er dort wo die S-Bahn endet. Ein ganz modernes Einkaufszentrum mit Schienenanschluß. Aber während der vielen Jahre der Teilung führte diese innenstädtische Bahnverbindung direkt hinein nach West-Berlin. Also gar nicht gut. Die von Magdeburg her kommenden Strecke mußte weiter nach Süden verlegt werden um den Westen von Berlin zu umrunden. So entstand der Sputnik-Ring. Und Potsdam wurde einige Kilometer südlich der Stadt passiert. So entstand dort draußen im Wald ein neuer Hauptbahnhof, welcher immerhin an die städtische Straßenbahn angebunden wurde. Über Jahrzehnte hinweg der Verkehrsmittelpunkt der Stadt. Dann fiel die Mauer und die Bahn konnte wieder mitten durch die Stadt fahren. Der alte Bahnhof da draußen wurde unwichtig, verfiel und versank in einen Dornröschenschlaf. Heute eine der echt unwirklichen Orte der Berliner Geschichte. Dann gibt es im Norden von Berlin die frühere Botschaft des Iraks zur DDR. Obwohl seit über 20 Jahren ungenutzt noch immer exterritoriales Gebiet auf welchem die deutschen Gesetze keine Anwendung finden und welches daher keine anderen Bestimmung zugeführt werden darf. Die genaue Geschichte dieses Ortes wurde bereits genau dokumentiert, und zwar hier: http://www.spiegel.de/einestages/vergessene-orte-die-geisterbotschaft-von-berlin-a-948819.html. Hier lasse ich daher die Bilder sprechen. Und der allerunwirklichste Ort von Berlin ist der Flughafen. Ja welcher jetzt? Tegel lassen wir mal außen vor. Aber Tempelhof, ein Flughafen, welcher voll einsatzfähig wäre, über dessen Startbahn aber Jogger rennen und auf dessen Gelände sich Maulwürfe und Kaninchen austoben. Oder im Süden, vor den Toren der Stadt, der Flughafen, welcher eigentlich funktionieren sollte es aber einfach nicht tun will. Laut Mehdorn wird sich dieses Problem bis spätestens 2016, äh 2015, äh 2017 oder vielleicht bis 2020 oder vielleicht auch gar nicht regeln lassen. Aber trotzdem findet dort Flugverkehr statt. Wir befinden uns hier am Flughafen Berlin-Schönefeld, dem einst wichtigsten Flughafen der DDR. Und das ganze Gebäude strahlt in seiner Architektur die purer DDR wieder. Aber immerhin, die DDR hat diesen Flughafen zum Laufen gebracht (und er läuft immer noch), Mehdorn und Wowereit haben das mit ihrem ach so modern-tollen BER noch immer nicht geschafft. Eben auch ein unwirklicher Ort von Berlin.

 

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