Kappadokien, 11.06.-14.06.2014

im Sattel Pferde reitend durch Kappadokien stolzes Welpen auf der Ranch Stilleben nach dem Ausritt gibt es auf der Ranche einen Feierabendtee meine Unterkunft 2 meine Unterkunft 1 Liana beim Reiten Kappadokien 16 Kappadokien 15 Kappadokien 14 Kappadokien 13 Kappadokien 12 Kappadokien 11 Kappadokien 10 Kappadokien 9 Kappadokien 4 Kappadokien 5 Kappadokien 6 Kappadokien 7 Kappadokien 8 Kappadokien 3 Kappadokien 2 Kappadokien 1 Goereme bei Nacht Goereme 1 der Schatten des Reiters der Mond kommt hinter den Bergen vor Blick ueber Goereme 2 Blick ueber Goereme 1 auch die Pferde haben einmal Feierabend antike Garage in Goereme alte Hoehlenkirche Abendstimmung ueber Goereme 2 Abendstimmung ueber GoeremeIn der geographischen Mitte der Türkei liegt das bei Touristen sehr bekannte Kappadokien. Nur weniger Kilometer östlich davon liegt die Großstadt Kayseri, dessen Bahnhof sich daher sehr gut zur Anreise per Bahn eignet. Läge nicht diese sehr interessante Region so nahe an der Stadt würde ich meine Fahrt nur wenige Stunden später nach der Ankunft mit dem Dogu-Ekspresi mit dem Anschlußzug nach Süden, bis ans Mittelmeer, fortsetzen. So genehmige ich mir aber ein paar Tage Aufenthalt. Nach einer Stunde Busfahrt ist Göreme, das touristische Zentrum Kappadokiens, erreicht. Göreme selbst ist eigentlich ein kleiner Ort, der allerdings mittlerweile von Touristen nur so überquillt. Es gibt so gut wie kein Haus hier welches nicht als Restaurant, Souvenirladen oder Unterkunft genutzt wird. Die Touristen kommen aber nicht ohne Grund. Gerade in Göreme wurden viele Höhlen in die interessanten Gesteinsformationen geschlagen, welche nicht selten noch Heute genutzt werden. Kappadokien lag an der berühmten Seidenstraße. Die dort lebenden Menschen wurden oft von vielen unterschiedlichen Aggressoren überfallen. Deshalb haben die Bewohner das weiche Tuffgestein ausgehöhlt, um sich darin zu verstecken. Es entstanden ganze unterirdische Städte, die heute noch zu sehen sind. Wegen dieser regen Kulturgeschichte und den atemberaubenden Landschaftsformationen wurde die Region 1985 von der UNESCO als Weltkulturerbe und Weltnaturerbe unter Schutz gestellt. Der letzte Schrei unter den Touristen ist es heutzutage die Gegend per Heißluftballon zu überfliegen. Ganz bestimmt ist dies ein sehr interessantes Unterfangen. Allerdings muß für diesen Spaß auch entsprechend in den Geldbeutel gegriffen werden. Die historische Übersetzung des Namens Kappadokien bedeutet aber „Land der Pferde“ und nicht „Land der Heißluftballone“. Und auch weil eine Erkundigung im Sattel doch deutlich günstiger als ein Ballonflug ist entscheide ich mich, als guter Schwabe, die Umgebung auf diese doch eher altmodischer Art und Weise anzugehen. Von oben ist der Blick sicherlich sehr interessant. Als Reiter kann man aber auch die teilweise sehr tiefen Schluchten durchqueren und dabei fast noch mit den Händen die Felswände berühren.

Während meines Aufenthaltes hier findet in den christlichen Ländern das Pfingstfest statt und in den Internetmedien erfahre ich von der großen Hitzewelle, welche gerade jetzt über Deutschland liegt. Da bin ich doch froh in Kappadokien zu sein. Hier ist es schön sonnig warm, aber die 30 Grad werden nie überschritten und Abends sinkt die Temperatur so stark das ich meine dicke Jacke anziehe. In diesen Tagen findet auch der Anstoß zur Fußballweltmeisterschaft statt. In den vielen Restaurants laufen die Spiele auf sämtlichen Bildschirmen. Zu meinen letzten Abendessen darf ich das Spiel Spanien gegen die Niederlande bewundern. Irgendwann macht Spanien das erste Tor. Somit scheint diese WM so zu beginnen wie die letzte endete, Spanien einfach unhaltbar vorne. Dann aber kann ich das wirklich wunderschön heraus gespielte Ausgleichstor von Van Persie bewundern und das Spiel ist wieder offen. Zur Halbzeitpause, beim Stand von 1:1, verlasse ich das Restaurant und verfolge die Spiel nicht weiter. Ich gehe aber trotzdem von einem Sieg durch Spanien aus. Als ich am nächsten Morgen erfahre die Niederlande fertigten Spanien mit einem 5:1 ab bin ich doch überrascht. Vielleicht wird uns diese WM ja doch noch einiges an Überraschungen zu bieten haben. Am Abend des 14. Juni verlasse ich Göreme wieder per Bus nach Kayseri um dort im Laufe der Nacht den aus Ankara kommenden Zug nach Adana zur Weiterfahrt zu nutzen. Die Abfahrt in Kayseri ist mit 01:45 angegeben. Der türkischen Sprache unmächtig interpretiere ich im Laufe der Wartezeit den Fahrplan aber langsam so daß dieser Zug den Bahnhof von Kayseri gar nicht anfährt, sondern die Stadt am westlich gelegenen Gleisdreieck umfährt und der Bahnhof von Kayseri nur per Bustransfer angebunden ist. Das wäre noch ein Spaß geworden wenn ich am Bahnsteig vergeblich auf den Zug gewartet hätte während der Bus am Vorplatz abgefahren wäre. So aber lasse ich mich mitten in der Pampa an einem einsamen Bahnsteig absetzen, wo sich nichts als ein kleines Wartehäuschen befindet. Der Name des Haltepunkts ist mit „Bogazköprü“ angegeben, aber vom einem Ort dieses Namens ist nichts zu sehen. Dieser Bahnsteig dient nur zur Anbindung des nahen Kayseri damit das Nachtzugpaar zwischen Ankara und Adana nicht bis in den Bahnhof von Kayseri einfahren muß, wo dann ein Fahrtrichtungswechsel stattfinden müßte. Einige Minuten später trifft der Zug dann auch ein, ich nehme meinen Sitzplatz ein und versinke in einen gerechten Schlaf.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s