Rom, Ende der Ewigkeit, 01.07.-03.07.2014

Roma protest Friedhof 5 Roma protest Friedhof 3 Roma protest Friedhof 7 Roma protest Friedhof 6 Roma protest Friedhof 4 Roma protest Friedhof 2 Roma protest Friedhof 1 Roma Grab August GoetheRoma roemische Stadtmauer Roma stazzione Ostia 3 Roma stazzione Ostia 2 Roma stazzione Ostia Roma PiramideRoma Trevibrunnen Symbol fuer die StadtRoma sympathische Begegnungen Roma Irish Pub Abfuellstelle fuer Amerikaner Roma bei Nacht Vittorio Emanuele Roma bei Nacht Piazza Navona Roma bei Nacht nahe Engelsburg Roma bei Nacht Gasse Roma bei Nacht Fussballzuschauer Roma bei Nacht Forum 2 Roma bei Nacht Forum 1 Roma bei Nacht der leere Petersplatz 2 Roma bei Nacht der leere Petersplatz 1 Roma bei Nacht Coloseum Roma bei Nacht Campo dei Fiori Roma bei Nacht Brunnen Roma bei Nacht Blick auf Engelsburg Roma bei Nacht bei Vatikan Fussballuebertragung USA BelgienRom und seine Brunnen Roma Vittorio Emanuele Roma Schattenspiele Roma Kulisse 3 Roma Kulisse 2 Roma Kulisse 1 Roma das offene PantheonRoma Tram bei Villa Borghese Roma Tram 2 Roma Ausgangspunkt der Tram beim Vaticano Roma alte und neue TramRoma Villa Borghese ausruhen von der Stadt Roma Villa Borghese 10 Roma Villa Borghese 9 Roma Villa Borghese 8 Roma Villa Borghese 7 Roma Villa Borghese 6 Roma Villa Borghese 5 Roma Villa Borghese 4 Roma Villa Borghese 2 Roma Villa Borghese 1 Roma Blick von Villa Borghese 3 Roma Blick von Villa Borghese 2 Roma Blick von Villa Borghese 1 Rom, die älteste Stadt der Welt, die erste Weltstadt der Welt, der Ort, an welchem maßgebliche Teile unserer abendländischen Kultur entstanden, trägt eben aus diesen Gründen den Titel „die ewige Stadt“. Ganz falsch ist dieser Name vermutlich nicht, denn die

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Roma Campo dei Fiori 3 Roma Giordano Brune in voller Lebensgroesse Roma Fassade ist ueberall Roma Campo dei Fiori 1Rom und seine Brunnen Roma neue Verkehrsachse anstelle altem Stadtteil Roma im juedisches Ghetto 3 Roma im juedischen Ghetto 1 Roma Campo dei Fiori 4 Roma Campo dei Fiori 2 Roma Bausubstanz Roma Aussichtspunkt auf dem Avenino Roma alter Tempel heute Kirche Mitten in RomRoma Piazza del Popolo 1 Johannes Heger in RomRoma Piazza del Popolo 2

Roma echte Trattoria secondi Roma Trattoria Roma echte Trattoria primi Roma echte Trattoria 1 Roma echtes Italien 3 Roma echtes Italien 1 Roma echtes Italien 2Metropole New York wird es einmal bestimmt nicht schaffen mehrere tausend Jahre nach ihrer Gründung noch immer eine bedeutende Megastadt dieser Welt zu sein. Trotzdem ist in Rom die Welt längst nicht mehr in Ordnung. Die Stadt ist bereits seit einigen Jahren Opfer von sich selbst geworden und was wir, die Besucher, hier heute noch sehen und erleben können, ist nur noch Fassade. Zwar eine schöne Fassade, aber das Leben, welches uns von den Einwohner vor diesen Kulissen vorgespielt wird, ist in der Realität nur noch Erinnerung an eine gefühlt bereits lang zurück liegende Zeit. Der Rest ist ein übergroßes Disneyland, die große Burgerkette mit dem schottischen Namen verkauft bereits an viele Ecken die passenden XXL-Burger dazu.

Machen wir uns also auf die Suche nach den Resten des echten Rom. Diese finden wir nicht im eigentlichen Zentrum, auch nicht um den Vatikan herum. Aber im Süden des Zentrums, nahe dem Bahnhof Ostiense und der Pyramide, direkt an der alten, noch von den Römern errichteten Stadtmauern, liegt ein ziemlich unitalienischer Friedhof. Es handelt sich um den sog. protestantischen Ausländerfriedhof. Hier fanden im Laufe der letzten Jahrhunderte viele Romreisende und Zuwanderer aus nordeuropäischen Ländern, welche eben nicht katholischen Glaubens waren, ihre letzte Ruhestätte. Was auch immer sie nach Rom getrieben hat, vielleicht die Suche nach der ewigen Stadt oder die Legende von einem fröhlichen Volk, welches trotz Armut Müßiggang einem streßigen Alltag vorzieht und auch mit wenigem zufrieden sein kann, so endete der Traum für diese Menschen an diesem Ort, welcher bestimmt nicht ihren Träumen entsprungen ist. Schon seit der Antike ist Italien für die Menschen nördlich der Alpen ein Sehnsuchtsziel. Und viele machten sich auf in der Hoffnung ein wenig an diesem Traum Anteil haben zu können. Schon früh waren die deutschen Kaiser bestrebt, dieses Land ihrem Reich einzuverleiben, was teilweise auch gelang, aber immer schlimme Konflikte mit dem Papst hervor rief, welcher seinen Vatikanstaat in Mittelitalien von den Bestrebungen des Reiches bedroht sah. Als Goethe seine Reise nach Italien antrat und dabei nicht nur bis Eboli, sondern sogar bis Palermo kam, war er angetan von diesem Land, seinen Leuten und ihrer Kultur. Seine Reiseberichte entfachten unter den Nordländern einen richtigen Run in den Süden. Viele brachen auf und wollten die Emotionen Goethes selbst nacherleben. Darunter auch sein Sohn, August Goethe. Aber all diese Menschen mußten die Erfahrung machen, das man Italien nur lieben kann wenn man es mit den Augen eines Kindes betrachtet. Vielleicht hat sich Goethe diese seltene Gabe bewahrt und konnte deshalb glücklich die Heimreise antreten. Von ihm heißt es er sei, nachdem er den Tiber wieder in Richtung Alpen überquerte, nie wieder ganz unglücklich gewesen. Das Erlebnis der Italienreise hielt ein Leben lang. All die, welche versuchten auf Goethes Spuren zu wandeln, scheiterten aber an der Realität. Sie konnten den Verfall der Altertümer, die rückständige Lebenseinstellung der Bewohner, die teilweise krass herrschende Armut, die aufkommende Mafia nicht übersehen und kehrten ernüchternd bis bestürzt nach Hause zurück. Und diese Geschichte dauert noch immer an, wurde jüngst sogar durch die merkelsche Totsparpolitik wieder verstärkt (ausgenommen davon sind lediglich die Pauschalreisenden, welche sich völlig autark in ihren Touristenburgen einschließen und außer Strand und Hotel nichts weiter zu sehen wünschen). Auch August Goethe gehörte zu dieser großen Gruppe von Reisenden. Von ihm heißt es er wäre, nachdem der den Tiber sah, nie wieder ganz glücklich gewesen. Und nur wenige Tage nach seiner Ankunft in Rom verstarb er und wurde auf eben diesem Ausländerfriedhof bestattet. Und auch im Tod blieb er nichts weiteres als Goethes Sohn, auf seinem Grabstein ist nicht einmal sein Vorname vermerkt. „Goethes Sohn, dem Vater vorausgehend“, zu mehr hat es nicht gereicht. Viele brachen seither auf in der Hoffnung die Erlebnisse des Vaters nachempfinden zu können und kehrten zurück mit den Eindrücken des Sohnes. Der Ort, an welchem die Träume ihr Ende finden.

Vor den Mauern dieses Friedhof liegt die Stadt, welche ihren Besuchern noch viel Kulisse bietet. Aber Rom begann sich schon vor langer Zeit, zuerst ganz langsam, zu verändern. Italien verschwand irgendwann und bietet nur noch die Mauern und die historische Bausubstanz. Längst hat eine erschreckende Amerikanisierung der Stadt viel, zu viel, fast alles geraubt. Die Stadt wird heute von einer unfaßbar großen Masse an englischsprachigen Touristen überflutet. Und diese Flut hat bereits vieles zerstört. Denn diese Besucher führen sich schon lange nicht mehr auf wie Besucher, sie führen sich auf wie die Herrscher dieser Stadt. Sie führen sich auf wie Kulturbaunausen, welche einmal vor diesen Kulissen so tun als ob sie Ahnung hätten, sie erwarten das jeder ihre Muttersprache spricht, sie bringen nur wenig Respekt für Italien mit. Und die Stadt, oder was von ihr noch übrig ist, muß leider mitspielen, denn wenn es diesen Tourismus nicht mehr gäbe, dann gäbe es gar nichts mehr. Arbeitsplätze sind rar. Und trotz dieser Barbarenschwemme reicht es noch immer nicht für alle, noch immer müssen einige Kinder Roms ihre Stadt verlassen um im Ausland ihr Überleben zu sichern. Wie anders war da noch das Rom meiner Kindheit. Die Stadt war italienisch, wir gehörten zu einer kleinen und überschaubaren Gruppe von Touristen, die Sehenswürdigkeiten waren meist frei und ohne stundenlange Warteschlangen zugänglich, wer einen Cappuccino bestellen wollte mußte in der Lage sein dies auf Italienisch zu tun. Wer dies heute in einer anderen Sprache als Englisch versucht wird schräg angeschaut. Ein passendes Symbol für den Verfall zu einer reiner Kulisse ist in diesen Tagen der berühmte Trevibrunnen. Er wird generalsaniert, in seinem Becken ist kein Wasser, er ist total eingerüstet und ist nicht mehr als ein Schatten seiner selbst. Dabei soll er eigentlich die Päpste in der Nachfolge der römischen Kaiser als Spender von Leben und Fruchtbarkeit darstellen. Aber der Fehler liegt wohl bereits im Detail, den Päpste als Spender von Fruchtbarkeit? Oder sind mit dieser Art von Fruchtbarkeit vielleicht die vielen Prostituierten gemeint, welche im Laufe der Jahrtausende ihren Lohn hinter den Mauern der Kirche verdienten? Dann braucht die Entwicklung der Stadt nicht weiter zu verwundern, denn vieles ist falsch und alle tun nur so als ob der nackte Kaiser eben doch herrliche Gewänder trägt.

Giulietta Masina, die Ehefrau von Federico Fellini, sagte einmal sie wünsche sich eine gute Hexe sein zu können. Sollte ihr dieser Wunsch vergönnt sein würde sie jeden Tag für eine Stunde jeden Autoverkehr aus der Stadt verbannen und dann könne man endlich wieder einmal das echte Rom sehen. Wer dies Heute erleben will, und zusätzlich zum Straßenverkehr auch noch die Touristenströme los sein will, muß durch das Zentrum der Stadt nächtliche Streifzüge unternehmen. Zum Beispiel gegen drei Uhr in der Frühe unter der Woche von der Piazza Navona zum Vatikan laufen. Ohne genauen Plan, einfach grob die Richtung halten. Dann zeigt sich an manchen Stellen nochmals das eigentliche Rom. Und man kann den Petersplatz frei von irgend einer Menschenseele sehen. Manchmal kehren zu dieser Zeit auch die Mitglieder der Schweizer Garde von ihren nächtlichen Kneipengängen zurück. Je nach Dienstzeit und Rang gelten für sie verschiedene Zeiten als Zapfenstreich. Aber immer zu einer vollen Stunde. Einmal stand ich zu einer solchen Stunde mit Gardisten an der Absperrung zum Petersplatz. Der Uhrzeiger kam der vollen Stunde schon bedrohlich nahe, aber die Gardisten meinten noch einen Moment den Blick auf die Peterskirche genießen zu können, als auf einmal der Glockenschlag einsetzte. Und der Eingang zum Vatikan ist die Porta Santa Anna, einige hundert Meter weiter nördlich. Da kam es dann plötzlich zu einem Massensprint mitten durch die Nacht und einer ganz schnellen Verabschiedung an der Porta, wo die wachhabenden Gardisten das Tor schon offen hatten, da sie wissen wie es mit dem Heimkehrern läuft.

Wer tagsüber dem Trauerspiel entrinnen will flieht am besten mit der Straßenbahn. Ja, es gibt auch in Rom noch eine Straßenbahn. Aber diese verläuft nicht oder kaum im eigentlichen Zentrum. Aber gleich neben den Mauern des Vatikans nimmt sie ihren Ausgang und führt dann in einem weiten Bogen um das Zentrum herum um einen letztendlich zum Bahnhof Ostiense zu führen. Bald nach dem Start kann man von hinten in den großen Park Villa Borghese eintreten, eine ganz andere Welt, die gründe Lunge der Stadt. Sehr beliebt ist dabei der Aussichtspunkt über der Piazza del Popolo, mit seinem tollen Weitblick über die vielen bekannten Bauwerke der Stadt. Etwas weiter führen die Gleise in ein schönes Viertel, welches von Touristen kaum betreten wird. Dort findet man noch kleine Bars und Trattorias, welche das echte Flair von Italien bieten. Es wird nur Italienisch gesprochen, das Personal grüßt die meisten Gäste mit Vornamen. Aber dann erreiche ich auf meinem abendlichen Ausflug wieder das Zentrum, es ist der Abend zu welchem die USA gegen Belgien bei der Weltmeisterschaft spielen. Und die Stadt ist voll von Amerikanern, welche sich aufführen wie wenn sie zu hause wären. Das wird mir dann langsam nervig und, auf dem Campo dei Fiori eingetroffen, verbünde ich mich mit den wenigen answesenden Belgiern, unser Europäertum verbindet schließlich gegen Kulturbanausentum.

https://www.youtube.com/watch?v=v8K8wT6rKhw

https://www.youtube.com/watch?v=DAei6egHwBo

Rom hat eine sehr distanzierte Verbindung mit der Kirche. Den meisten Bewohnern der Stadt geht die Kirche und die vielen Pilger wohl mittlerweile auf. Es gibt viele Plätze in der Stadt und eigentlich alle verfügen über ihre Kirche. Eine große Ausnahme ist da der Campo. Dieser Campo zeigt sehr gut das Verhältnis zwischen Römern und Vatikan. Denn auf diesem Platz wurden im Mittelalter viele Opfer der Inquisition, also des „christlichen Staates“ in Anlehnung an den sog. IS, verbrannt. Einer davon war Giordano Bruno, welche genau im Jahre 1600 hier sein Ende fand. Und seit über 100 Jahren steht mitten auf dem Platz eine Statue von ihm, Rom erweist dem Opfer der katholischen Haßpolitik also die Ehre. Brunos Bücher wurden auf den Index der verbotenen Schriften gesetzt, wo sie bis zu dessen Abschaffung 1966 im Zuge des Zweiten Konzils blieben. Im Jahr 2000 erklärt Papst Johannes Paul II. die Hinrichtung Giordano Brunos für Unrecht. Eine vollständige Rehabilitierung des Gelehrten Giordano Bruno durch die katholische Kirche fand aber nicht statt. Was soll man da sagen? Vielleicht ein saloppes „manchmal braucht die kirchliche Nächstenliebe eben etwas länger, hat hier zufällig jemand ein Snickers?“.

Tagsüber findet auf dem Campo täglich ein großer Lebensmittelmarkt statt und abends sind die Kneipen immer voll von Nachtschwärmern. Der Campo liegt also mitten im Leben, was man von der Kirche schon lange nicht mehr sagen kann. Aber die Übermacht der Amerikaner ist schrecklich, es gibt teilweise Bars, welche nur noch von Amerikanern für Amerikaner betrieben werden, Italiener unerwünscht. In einem nahen Irish Pub wird gegen Vorlage von amerikanischen IDs das Bier zum halben Preis serviert. Ein Italiener muß dagegen den vollen Preis zahlen.

Die Stadt Rom entstand auf dem Palatino-Hügel und weitete sich recht bald auf den nahen Avenino-Hügel aus, zwischen beiden liegt der Circus Maximus. Aber Rom würde nur von Männern gegründet, die notwendigen Frauen um eine Weltstadt zu gründen mußten geraubt werden. Dieser Raub bescherte uns zumindest eine Bühnenkomödie, „den Raub der Sabinerinnen“. Eigene Kultur haben die Römer wenig geschaffen, sie nahmen geschickt Elemente der Griechen und der Etrusker auf, zwei Völker, ohne die Rom nie eine Stadt von Rang geworden wäre. Bis zur Gründung des modernen Staates wurde die Stadt von ihrem Bischof regiert, welcher gleichzeitig auch der Papst ist. Als Garibaldi das neue Italien zusammen fügte und durch Abtretung des Departements Alpes-Maritimes, der Region Nizza, an Frankreich auch die Reste des Vatikanstaats dem Stiefelstaat einverleiben konnte, erst da begann auch für Rom die Neuzeit und das Mittelalter war überwunden. Der neue Kaiser ließ die Mauern des Judenghettos einreisen und gab ihnen die vollen Bürgerrechte. Der Römer ißt gerne Schwein, was dem Juden verboten ist. Also entwickelten die Juden der Stadt ihre eigene Küche, welche den Grundstein für die heute viel gelobte römische Küche ist. Einige namhafte Restaurants der Stadt liegen noch immer im alten Judenvierteln und werden von Juden betrieben. Der Kaiser ließ auch viele Stadtviertel niederreißen um neuen Straßenzüge zu schaffen. Mussolini setzte dieses Werk später fort und erweiterte die Grenzen der Stadt weit in das Umland hinein. Damit wurden die von den Römern verspotteten Provinzler auf einmal selbst zu Römern. Aber die Vorstädte sind heute teilweise sehr trostlos. Die Stadt wurde zu einem Moloch und hat große Probleme ihren Verkehr in den Griff zu bekommen. Es gibt nur zwei Metrolinien und weitere zu graben ist fast ein Ding der Unmöglichkeit, wenn es auch versucht wird. Man kann in Rom nirgends ein Loch baggern, sofort kommen die Archäologen und würgen jede moderne Entwicklung ab.

Wie war das nochmal? Goethe überschritt den Tiber nach Norden und war danach nie mehr ganz unglücklich. Viele wandelten auf seinen Spuren und landeten aber auf den Spuren des Sohnes. Ich selbst bin vielleicht eine Ausnahme, da ich Italien wirklich zu allererst mit den Augen eines Kindes sehe und noch heute sehen kann. Italien gab mir schon als kleines Kind ein Glücksgefühl, welches ich heute noch spüren kann wenn ich mich dort aufhalte. Ich sehe zwar die Probleme und kann sie benennen, aber ich kann diesem Land so gut wie nichts übel nehmen (vielleicht mit Ausnahme von Berlusconi). Auch wenn ich all die unerledigten und teilweise unlösbaren Aufgaben sehe, in mir drin fühle ich mich immer glücklich. Aber auch davon kann sich Rom heute nichts mehr kaufen. Vielleicht bedeutet der Begriff der „ewigen Stadt“ auch nur ein zeitlich begrenzter Abschnitt, welcher zwischenzeitlich erreicht wurde.

Nach zweieinhalb Tagen verlasse ich die Stadt und setzte meine Fahrt per Bahn nach Norden fort. Zum Abschied läuten die Abendglocken über den Piazza del popolo. Aber kurz vor meiner Abfahrt treffe ich mich nochmals mit Johannes Heger, welchen ich bereits in Tehran traf. Herr Heger ist nicht nur in Sachen Eisenbahn Iran aktiv, er vermittelt auch in deutscher Sprache Ferienunterkünfte rund um den Lago Bracciano nördlich von Rom. Ein schöner Süßwassersee, welchen man als Ausgangspunkt auch für Besichtigungen von Rom nutzen kann, da es eine gute Bahnverbindung zum Bahnhof Ostiense gibt. Es ist schon verwunderlich manchmal wie einen Menschen auf ein und derselben Reise an zwei so weit von einander entfernt liegenden Orten treffen kann und er ist ein Kenner und Experte der Situation vor Ort in beiden Städten. Die italienischen Dienste des Herrn Heger kann man hier finden: http://www.lakebracciano.com/

Dieser Bericht über Rom, gleich dem Bericht über Kalabrien und Taranto, sind eine Hommage an Joachim Fest.

https://www.youtube.com/watch?v=OF9SAnNfywg

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