Über mich

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Eines gleich zu Anfang: Wen meine Reise interessiert und wer nicht täglich manuell hier nachsehen will ob es was Neues gibt sei auf meinen Twitter-account verwiesen: @IranReiseBlog. Sämtliche Neuigkeiten hier am Blog werden dort meinen Followern angekündigt, so riskiert niemand etwas zu versäumen.

Mit dem Ende meiner Schulzeit begann ich mit einer Ausbildung zum Bankkaufmann. Die technische Seite dieses Berufs (Buchhaltung, Bilanzen, Wirtschaftslehre, usw.) begann mich schnell zu reizen und so gelang es mir ohne allzu große Anstrengungen meine Abschlußprüfung auf einem überdurchschnittlichen Niveau zu beenden. Dann allerdings wurde ich mehr und mehr mit den Schattenseiten der Tätigkeit in einer Bank vertraut. Ich fing meine Ausbildung noch früh genug an um noch einen Hauch des alten, guten Bankgeschäftes mitzubekommen. Eine Zeit, in welcher man von sog. „Bankbeamten“ sprach. Die Relation Kunde/Bank war sehr stark, für die Sparer gab es das Sparbuch, für den Kreditnehmer einen gerechten und fairen Kredit, dazu war für jeden Kunden noch ein Bausparvertrag und eine Lebensversicherung Standard. Sämtliche Geschäfte wurden nach dem Prinzip des sog. „Bring-Geschäftes“ abgeschlossen.

Aber schon während meiner Ausbildungsjahre kam auch über die (noch) heile Welt der kleinen Volksbank mehr und mehr die anglo-amerikanische Gier. Selbstverständlich war daran der Kunde nicht unschuldig, welcher ständig nach mehr Rendite verlangte und auch vermehrt bereit war eine langjährige persönliche Beziehung zu „seinem“ Bankberater sausen zu lassen um bei der Direktbank im Internet ein neues Konto zu eröffnen weil es dort eben ein halbes Prozent mehr Rendite gab. Aber auch im Innenleben der Bank begann die Stimmung zu kippen. Jetzt mußten auf Teufel komm raus Investmentfonds, komplizierte Versicherungsprodukte und weitere Provisionsbringer aller Art verkauft werden. Nun war das sog. „Hohl-Geschäft“ die Pflicht der Stunde.

Ich selbst bin ein Mensch welcher andere Menschen gerne berät über Sachverhalte welche ich einfach besser verstehe als der Andere. Wenn ich ehrlich davon überzeugt bin der Kunde A oder X würde wirklich davon profitieren wenn er jetzt dieses oder jenes Bankprodukt abschließt, dann bin ich ein guter Verkäufer. Die Wahrheit ist aber das die meisten „normalen Bankkunden“ 90% aller verkauften Produkte eigentlich gar nicht unbedingt braucht. Karriere machen in einer solchen Struktur nur noch diejenigen, welche weder über Gewissen noch über Skrupel verfügen und jedem daher gelaufenen Kunden zu jeder Gelegenheit irgendeine Unterschrift abtrotzen. Solche Menschen waren für mich schon damals widerlich.

Die Unmoral von dieser Geschichte spürte ich bereits wenige Jahre vor dem Platzen der Blase und all den Bankenrettungspaketen und schied 2003 aus der Banktätigkeit aus. Das Leben besteht aus meiner Sicht auch daraus die Welt um sich herum wahr zu nehmen ohne ständig Zahlen, Umsatz und Gewinn dabei im Kopf zu haben. So fand ich viel Ausgleich auf Reisen in unsere Nachbarländer. Aber im Sommer stellte ich mir immer große Reisen zusammen. Am weitesten wagte ich mich hinaus in die weite Welt als ich 1996 den Norden Amerikas über etwas mehr als vier Wochen hinweg allein mit dem Zug bereiste. 2003 stand ich also vor der Überlegung wie es beruflich mit mir weitergehen soll. Ich entschied mich für einen radikalen Neuanfang und sprang ins kalte Wasser mit dem Gang nach Frankreich. Die ersten beiden Jahre verlief mein Weg hier noch ein wenig kurvenreich, dann hatte ich auch beruflich meinen Platz gefunden in der Exportabteilung eines Unternehmens aus der hier traditionellen Brillenindustrie. Es folgten viele sowohl beruflich als auch privat interessante Jahre. Ich wurde zu einem richtigen inter-kulturellen Spezialisten in deutsch-französischen Angelegenheiten. Privat lebte ich mich an meinen (noch) aktuellen Wohnort sehr gut ein.

Nach vielen Jahren ist nun aber wieder der Wunsch nach Veränderung gekommen. Irgendwann hat man in jedem Job einfach alles gesehen was es zu sehen gibt, dazu gibt es noch solide private Gründe einen neuen Lebensabschnitt anzugehen. Und diese „privaten“ Gründe sind es welche mich in den Bereich Saarlouis im Dreiländereck Deutschland, Frankreich und Luxemburg ziehen. Noch kann ich nicht sagen in welchem dieser Länder und in welcher Branche meine beruflichen Wege mich führen werden, aber selbstverständlich ist es mein Ziel meine sprachlichen und kulturellen Kompetenzen weiterhin zum Nutzen meines Arbeitgebers, meiner Familie, meiner Umgebung und meiner selbst einzusetzen. Bevor es mit dieser Sache aber ernst werden soll möchte ich noch einmal richtig jung sein, meinen Rucksack packen und auf eine Entdeckungsreise gehen. So jung wird sich mir diese Chance nie wieder bieten und wenn man dann endlich Zeit für so etwas hätte, als Rentner, kann niemand wissen ob man dann gesundheitlich überhaupt noch in der Lage für solche Dinge ist, ganz zu schweigen davon ob man dann noch die Lust dazu hat. Ich habe diese Lust auf jeden Fall im hier und im jetzt und man sollte seinen eigenen Wünschen zur rechten Zeit folgen. Durch Aufschieben und Warten wird nichts besser und glücklicher wird man davon auch nicht.

Ich möchte an dieser Stelle über sämtliche Begegnungen sowie kulturellen, politischen, sozialen und touristischen Eindrücke berichten. Aus diesem Grund ist dieser Blog auch erst entstanden. Um die Sache sowohl für mich als auch für neugierige Leser interessant zu halten habe ich mich für Länder und eine Region entschieden welche nicht unter den Top-Reisedestinationen der Europäer zu finden sind. Hinzu kommt, das nach meinem derzeitigen Eindruck, viele falsche Ansichten und Meinungen über diese Gegend im Umlauf sind. Mein Ziel ist es nun vor Ort mich zu überzeugen was davon korrekt ist und in welchen Bereichen unsere Meinung einer Korrektur bedarf.

An dieser Stelle finden Sie meinen Lebenslauf

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